Foto: Kur- und Touristik Überlingen GmbH- Blick auf den Stadtkern mit Münster

Mildes Klima und mediterranes Flair prägen die Stadt Überlingen, die sich zwischen Weinbergen und Obstwiesen an die sanften Hügel des nördlichen Seeufers schmiegt. Diese bevorzugte Lage hatte ihr schon im 19. Jahrhundert einen regen Fremdenverkehr und Badebetrieb beschert. Kurwesen, Fasten- und Rehabilitationskliniken entwickelten sich, seit 1955 ist Überlingen anerkanntes Kneippheilbad.

An diese Tradition knüpft die Stadt mit ihrer 2003 eröffneten „Bodenseetherme“ an, die über eigenes Thermalwasser verfügt und ganzjährig auf Gesundheits- und Wellness-Angebote setzt.

Und nicht nur hier werden „Dolce Vita“ und Genuss groß geschrieben, geraten Alltag und Hektik schnell in Vergessenheit. Symbolisch für das Selbstverständnis Überlingens steht der Beitritt zum Club der Città-Slow-Bewegung, die in Piemont und in der Toskana ihren Ursprung hat. Zu dieser Ausrichtung gehört die Besinnung auf die regionalen Wurzeln bei Brauchtum, Kultur und Gastronomie.

Mit seinen ländlich geprägten Teilorten Bambergen, Bonndorf, Deisendorf, Hödingen, Lippertsreute, Nesselwangen und Nußdorf hat Überlingen heute etwa 21.000 Einwohner.

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Der ganze Stolz der ehemals freien Reichsstadt ist am historischen Stadtkern abzulesen. Von der mittel­alterlichen Blüte zeugen neben dem Münster St. Nikolaus und dem Rathaus mit seinem prächtigen Sitzungssaal zahlreiche Patrizierhäuser und der einstige Kornspeicher, die „Greth“. Nach seiner Sanierung hat der markante Bau wieder neue Bedeutung erlangt – mit einer Markthalle und Restaurants, Geschäften und Kinos. Atmosphäre wird beim Einkaufsbummel über den bunten Wochenmarkt oder durch die Fußgängerzone spürbar. Neues Leben hat auch in dem Steinhaus und im früheren Torkelgebäude (Steinhausgasse) Einzug gehalten. Wo die Winzer einst Wein pressten, finden Leseratten heute die Stadtbücherei. Einen reichen Fundus historischer Quellen für Wissenschaftler birgt ­nebenan die Leopold-Sophien-Bibliothek. Für den vorbildlichen Erhalt der Kulturdenkmäler wurde Überlingen 2005 vom Land ausgezeichnet.

An der langen Promenade beginnt das Leben schon mit den ersten warmen Frühlingstagen zu pulsieren; Zentrum ist der Landungsplatz mit seinem Lenk-Brunnen, der Passanten wie ein Magnet anzieht. Über örtlichen Bankern und barbusigen Nixen hat der Bodmaner Bildhauer Peter Lenk den in Nußdorf lebenden Schriftsteller Martin Walser mit Ironie zum „Reiter über den Bodensee“ erhöht.

Foto: Kur- und Touristik Überlingen GmbH – Landungsplatz Überlingen

Am Landungsplatz legen die Kurs- und Ausflugsschiffe an und bieten eine der schönsten Annäherungen an die Stadt. Auf dem direkten Weg über den See mit dem Pendelschiff nach Wallhausen ist auch Konstanz schnell zu erreichen. Schwimmstege, an denen Freizeitkapitäne fest­machen können, sorgen an der Promenade für maritimes Ambiente.

Wer Überlingen nicht auf dem Seeweg ansteuern kann, dem empfiehlt sich das bezaubernde Panorama, das sich von den Serpentinen der Bundesstraße 31 beim kleinen Ortsteil Aufkirch bietet. An klaren Föhntagen sind hinter Münster, Mainau und einer Armada von weißen Booten auf blauem See die Alpengipfel zum Greifen nah. Ein Park-and-Ride-Platz bietet sich an dieser Zufahrt zur Stadt für Tagesbesucher in der Hochsaison an; denn dann können die drei Parkhäuser am Rande des Stadtkerns schon mal überfüllt sein.

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Beeindruckende Kunstschätze bergen das Rathaus und das Münster St. Nikolaus. Der schon erwähnte Ratssaal, den Holzbildhauer Jakob Russ von 1492 bis 1494 gestaltete, spiegelt mit Skulpturen der welt­lichen und geistlichen Fürsten, der Reichsstände und Zünfte die damaligen politischen Verhältnisse wider und wird heute noch genutzt. Im ehrwürdigen Münster ragt der kunstvoll ausgearbeitete Hochaltar von Jörg Zürn (1616) heraus. Ein malerischer Treppenweg führt vom Münsterplatz über die Luziengasse hinauf zum Reichlin-von-Meldegg-Haus mit dem Stadtmuseum, das außer Exponaten zur regionalen Geschichte auch eine große Sammlung an Puppenstuben und Krippen birgt. Doch allein der Blick vom Museumsgarten auf Stadt und See ist den kleinen Aufstieg wert. Einen Besuch lohnt auch die barock ausgestaltete Franziskanerkirche. Das älteste Gotteshaus steht allerdings am Westrand der Stadt direkt am See. Die Goldbacher Sylvester-Kapelle stammt aus dem 9. Jahrhundert und birgt einige beeindruckende romanische Fresken.

Erstmals erwähnt wurde ein königlicher Fronhof „Iburinga“ schon 770, das Marktrecht erhielt Überlingen von Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahr 1180 zuerkannt, die Ernennung zur Stadt erfolgte 1211. Auf das Jahr 1264 geht die soziale Stiftung des Spitals zum Heiligen Geist zurück, die bis heute besteht und unter anderem noch Träger von zwei Alten- und Pflegeheimen ist. Vor allem dem Kornhandel und dem Weinbau verdankte die Stadt ihre mittelalterliche Blüte und Macht, die sie mit einer gut erhaltenen Stadtbefestigung sicherte. Die tiefen Gräben im Molassefels, die Wehrtürme und Stadttore sind sehenswert.

Mit dem 30-jährigen Krieg begann der Glanz zu verblassen. Massiven Angriffen der Schweden konnte Überlingen in den Jahren 1632 und 1634 noch standhalten. Im Gedenken daran zelebriert die Stadt seitdem eine „Schwedenprozession“ zu Ehren der rettenden Muttergottes. Sie findet am zweiten Maisonntag und am ersten Julisonntag statt; an die zweite Auflage schließt sich auf der Hofstatt ein historischer „Schwerttanz“ an. Einen Eindruck davon vermittelt ein Fassadenbild in der Aufkircher Straße. Auch die alemannische Fastnacht steht in Überlingen hoch im Kurs, „Hänsele“, „Löwen“ und „Alte Wieber“ beherrschen die Straßen in der fünften Jahreszeit.

Im Stadtgarten, der 1875 erstmals angelegt wurde, lassen sich manche botanische Raritäten entdecken. Bemerkenswert ist auch die riesige Kakteensammlung, die hier ab Mitte Mai ihre ersten Blüten treibt. Gemeinsam mit Bad- und Kurgarten am See verfügt die Stadt über ein großes Netzwerk an grünen Inseln, die abseits des Trubels Ruhe bieten.

Größere Kunstausstellungen werden in der städtischen Galerie „Fauler Pelz“ gezeigt, wichtigster kultureller Veranstaltungsort ist der Kursaal am See, der mit seiner denkmalgeschützten Architektur an die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert. In der benachbarten Kapuzinerkirche inszeniert das Ensemble des Stadttheaters Konstanz das „Überlinger Sommertheater“.

Auf die Gesundheit verheißende Wirkung des Wassers setzt Überlingen schon lange. Mineralquellen wurden in der Stadt 1474 erstmals erwähnt und von Medizinern bald ob ihrer Heilkraft gelobt. Mit seiner Thermalquelle und der Bodenseetherme greift die Kurstadt die alte Tradition in neuer Form wieder auf. 37 Grad warm sprudelt das Wasser aus tausend Meter Tiefe und ist Grundlage für den neuen Badetempel am See, der auch ein Highlight moderner Architektur ist und sich mit seinem wellenförmigen Dach harmonisch in die grüne Uferzone einfügt.

Hier folgt ein Tipp!

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Die Bodenseetherme bietet mit ihrem Sportbad, einer langen Wasserrutsche und ihren großen Thermalbecken ungetrübten Badespaß für die ganze Familie. Mit Blick auf den See und die Alpen bietet nicht nur das 200 Quadratmeter große Außenbecken mit seinem Strömungskanal, mit Sprudelliegen und einer Massagestraße intensive Erlebnisse. Im Wellnessbereich mit seinen terrassenförmig angeordneten Becken verschiedener Temperaturen lässt sich das Wasser wie in einer Opernloge genießen. Optische Projektionen an den Wänden und Unterwassermusik bieten Eindrücke für alle Sinne und lassen den Alltag schnell vergessen. Verschiedene Saunen und Dampfbäder, ein attraktiver Garten mit einer Bootshaussauna direkt am Ufer verheißen weitere Abwechslung. Der See selbst sorgt als riesiges Tauchbecken für Abkühlung – ob im Schein der untergehenden Sonne oder bei sternenklarer Nacht. (hpw)