Foto: Lindau Tourismus und Kongress GmbH – Luftaufnahme Insel Lindau

Zauberhaft ist der Blick auf Lindau vom Pfänderrücken aus. Wie an Tauen festgezurrt – die Seebrücke und der 550 m lange Eisenbahndamm binden die Insel ans Land – liegt die Stadt im Bodensee.

„Schwäbisches Venedig” wurde Lindau genannt und an südlichem Flair fehlt es keineswegs. Mit ihrer stattlichen Maximilian-Straße, an der das Rathaus und viele ehemalige Patrizierhäuser liegen und von gediegenem Wohlstand künden, ist die Insel heute ein Paradies für Fußgänger. Von hier aus kann man auch die engen, mit Kopfstein gepflasterten Nebenstraßen mit ihren kleinen Geschäften, Galerien und Lokalen erkunden. Reizvoll ist ein Bummel möglichst nah am Ufer, mit herrlichem Blick auf die Bregenzer Bucht, auf die Vorarlberger Landeshauptstadt und den Pfänder, der sich gut sechshundert Meter über den See erhebt.

Viel Ursprünglichkeit hat sich in der alten Reichsstadt erhalten, die als Kreisstadt auch außerhalb der Saison mit Leben erfüllt ist. Hier tagen wichtige Kongresse, hier findet seit 1951 jährlich das Treffen der Nobelpreisträger statt.

Wo die Seebrücke die Insel erreicht, liegt vor den Resten der Stadtmauer die Bayerische Spielbank Lindau, ein eleganter viergeschossiger Rundbau. An der markanten Heidenmauer vorbei gelangt man in die Altstadt zum Marktplatz.

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Dort wartet gleich das Stadtmuseum im „Haus zum Cavazzen”, dem „schönsten Bürgerhaus am Bodensee” mit mächtigem Walmdach, auf einen Besuch. Reich ist der Bestand zur reichsstädtischen Kultur. Biedermeier- und Jugendstilräume, eine klingende Sammlung von Musikautomaten wollen bewundert sein. Etwas pikant ist das Porträt der Friederike von Bretzenheim, der letzten Fürstäbtissin des adligen Damenstifts auf der Insel. Ihre Mutter war eine Mannheimer Schauspielerin, der Vater Kurfürst Karl Theodor von Bayern und der Pfalz. Diese Friederike regte den Schriftsteller Horst Wolfram Geißler 1921 zu dem zauberhaften Bodenseeroman „Der liebe Augustin” an. Der Roman ist ein reines Kind der Phantasie, historisch aber ist das darin vorkommende alte Damenstift, ein Fremdkörper mit Sonderrechten auf der sonst reichsstädtischen Insel und dazu katholisch, während die Lindauer Bürger sich der Reformation angeschlossen hatten.

Foto: Lindauer Marktplatz mit

Hier am Marktplatz mit dem gusseisernen Neptunbrunnen von 1840 stehen die evangelische Stadtpfarrkirche St. Stephan und die katholische Stiftskirche St. Marien einträchtig nebeneinander. Die mehrfach veränderte Stephanskirche mit Teilen aus dem 14. Jahrhundert erhielt 1781 – 83 ihre heutige Gestalt; die Stiftskirche, deren romanischer Vorgängerbau 1728 bis auf die Außenmauern abbrannte, wurde 1748 nach Plänen von Giovanni Gaspare Bagnato wiederaufgebaut. An die Stiftskirche schließt sich das ehemalige Damenstift an, in dem noch bis 1802 die Fürstäbtissin residierte. Die Deckenfresken von Franz Joseph Spiegler im Rokokosaal wurden erst 1994 wieder freigelegt.

Direkt unterhalb, dem See zu, findet man in der umgebauten ehemaligen Barfüßerkirche seit 1952 das Lindauer Stadttheater mit Konzertsaal. In dem Saal hat seit Juli 2000 die Lindauer Marionettenoper ihr Domizil und verzaubert ihre Zuschauer durch das subtile Spiel der Puppen.

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Auf Schritt und Tritt begegnet man in Lindau der Geschichte. Geht man vom Stadtmuseum über die Cramergasse zur breiten Maximilianstraße, trifft man auf das Gasthaus „zum Sünfzen“, in dem sich bis ins 19. Jahrhundert die Kaufleute trafen. Weiter vorne liegt das bemalte, 1422 – 1436 erbaute alte Rathaus, das 1536 und 1578 dem Stil der Renaissance angepasst wurde. 1496 fand im gotischen Saal ein Reichstag statt. Man muss um das Haus herumgehen, denn die freskenbemalte Schauseite zeigt zum See.

Foto: Lindau Tourismus und Kongress GmbH - Blick über den Lindauer Hafen

Durch enge Gässchen gelangt man zum Hafen, den seit 1856 ein sechs Meter hoher steinerner Löwe bewacht, Zeichen der Zugehörigkeit zu Bayern (seit 1805). Gegenüber dem Löwen steht der 35 Meter hohe Leuchtturm, von dessen Aussichtsplattform sich ein herrlicher Blick auftut. Ebenfalls am Hafenbecken steht der alte Leuchtturm aus dem 13. Jahrhundert, der Mangturm, der im 19. Jahrhundert sein oberes Stockwerk und das malerische, mit farbig glasierten Ziegeln gedeckte Spitzdach bekam. Nicht versäumen darf man (am Bahnhof vorbei Richtung Norden) einen Besuch des Diebs- oder Malefizturms von 1420 und der Peterskirche, der ältesten Lindauer Kirche, mit den einzigen erhaltenen Fresken von Hans Holbein d.Ä. (um 1480). Der Schrannenplatz wirkt heute noch fast so heimelig, wie ihn Carl Spitzweg seinerzeit gemalt hat.

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Die Stadt Lindau, die heute über 24.500 Einwohner zählt, hat sich längst auch auf dem Festland ausgebreitet. Bad Schachen gehört seit 1922 dazu, hier ließen sich im 19. Jahrhundert einige bayerische Adlige stattliche Villen bauen, in der Nähe von Prinz Luitpold, der sich 1848 eine Villa für die Sommerfrische gekauft hatte. Eine Besonderheit ist die Villa Lindenhof mit den Friedensräumen (vormals Friedensmuseum) und einem herrlichen Park, von dem aus man hinüberblickt auf Insel, See und Berge. (hv)