Tour-Info
Route: 
Vom Campingplatz Hegne über den Gnadensee entlang des Nord- und Westufers der Insel Reichenau bis zum Campingplatz Horn auf der Halbinsel Höri, von dort nach Stein am Rhein und weiter auf dem Hochrhein bis Schaffhausen.
Tourlänge: 
41,5 km gesamt, 1. Etappe: 10 km (Hegne - Campingplatz Horn), 2. Etappe: 14 km (Campingplatz Horn - Camping Wagenhausen), 3. Etappe: 17,5 km (Camping Wagenhausen - Schaffhausen).
Ausgangspunkt: 
Campingplatz Hegne (Kanuverleihstation von La Canoa Konstanz).
Tourcharakteristik: 
Der ruhige Gnadensee mit seinem Weltkulturerbe Reichenau und den schönen Badegelegenheiten, die Höri mit ihren stillen Ortschaften und ihren feinen Museen,die prächtige Stadt Stein am Rhein und dann der zügig dahin fliessende Hochrhein bis Schaffhausen mit dem größten Wasserfall Europas sind ein wundervoller Rahmen für eine 2,5 bis 3-tägige Ferien- oder Wochenendtour, bei der mit tollen Campingplatz-Übernachtungen auch Kinder ein spannendes Abenteuer erleben können. Der letzte Abschnitt auf dem Hochrhein erfordert allerdings Paddelerfahrung.
Tourklassifizierung
Schwierigkeit: 
3
Kindertauglichkeit: 
4
Attraktionen: 
4
Landschaft: 
4

Wir beginnen die Tour am Campingplatz in Hegne, der Kanustation des Bodenseekanuweges (hier können auch Boote mit kompletter Ausstattung gemietet werden) und paddeln in westlicher Richtung über den Gnadensee bis zum Yachthafen der Insel Reichenau, wo man an der Slipanlage anlegen (den Hafenmeister fragen ob das Kanu richtig liegt) und das Münster St. Maria und Markus besichtigen kann, die ehemalige Klosterkirche des ersten Benediktinerklosters in Deutschland, das Bischof Pirmin 724 hier gegründet hat. Sehenswert die Schatzkammer des Münsters wie auch der Kräutergarten des Klosters.

Hotel St.Elisabeth – Gastlichkeit für Leib und Seele im Kloster Hegne!

Im Hotel St.Elisabeth verbindet sich der Geist einer traditionsreichen Klosterherberge mit dem Komfort, dem Service und der Gastlichkeit eines behaglichen Drei-Sterne-Superior Hotels…

Weiter gehts entlang des Ufers, vorbei am Strandbad der Insel mit Badegelegenheit, bis wir kurz vor Erreichen der Nordwestspitze an einem kleinen Schloss wieder eine Anlandemöglichkeit finden, um der nächsten Kirchensehenswürdigkeit der Insel, St.Peter und Paul mit der prächtigen Orgel und dem schönen Apsisbild einen Besuch abzustatten. Bei der Kirche, direkt am See (ungefähr 200 m vor der Anlegestelle beim Schloss) liegt auch Georgs Fischerhütte, für Fischliebhaber eine gute Gelegenheit eine Paddelpause einzulegen. Unmittelbar vor der Fischerhütte kann auch angelandet werden.

Wir paddeln danach um die nordwestliche Spitze und weiter entlang des Westufers der Insel mit vielen Badegelegenheiten und herrlichem Blick auf den Schiener Berg und das Schweizer Ufer bis zum Campingplatz Sandseele mit seinem schönen Biergarten und guter Badegelegenheit.

Nun wird der Untersee zwischen der Reichenau und der Halbinsel Höri überquert; sicheres Wetter und ebensolches Paddeln sind hier wichtige Voraussetzungen, da wir uns nicht mehr in Ufernähe befinden.

Am rechten Rand des Strandbades Horn landen wir an, dort können wir auch unser Kanu über Nacht liegen lassen (an der Kasse des Strandbades Bescheid sagen, kleiner Unkostenbeitrag). Direkt hinter dem Strandbad liegt der wunderschöne Campingplatz Horn, unser Domizil für die erste Nacht. In den Ferien ist eine Reservierung sinnvoll.

Der zweite Tag führt uns entlang des Höriufers zunächst bis nach Gaienhofen. Dort lohnt es sich einen Zwischenstopp einzulegen und dem Hermann-Hesse-Museum einen Besuch abzustatten. Der Künstler hat hier am Bodensee gelebt und gearbeitet.

Willkommen in einem Haus der besonderen Gastlichkeit!

»Der Feinschmecker« zählt uns zu den 250 besten Landgasthäusern Deutschlands und der »Gault Millau« bezeichnet uns als »schönstes Gasthaus der Halbinsel Höri«. Überzeugen Sie sich selbst...

Auch die nächste Ortschaft, Hemmenhofen, bietet für Kunstliebhaber ein kulturelles Kleinod und es lohnt sich eine Paddelpause einzulegen. Hier arbeitete viele Jahre der Maler Otto Dix, viele seiner Werke sind hier entstanden und im dortigen Museum kann sein Atelier besichtigt werden.

Der bisherige Seecharakter unserer Tour verändert sich nun langsam, es wird enger, und zunehmend spürt man den Rhein die Oberhand gewinnen. Zwischen Öhningen und Obereschenz verlässt der Rhein den Bodensee und wir verlassen Deutschland. (Ausweispapiere nicht vergessen!).

Die Strömung nimmt zu, und wir nähern uns einem weiteren Höhepunkt unserer Kanureise, der Stadt Stein am Rhein mit ihren wunderschönen Fachwerkhäusern um den tollen Rathausplatz. Vorher lassen wir noch die kleine Klosterinsel Werd links liegen, eine Insel der Ruhe, die immer noch von wenigen Mönchen bewohnt wird. Von hier sind es nur noch wenige Paddelminuten bis Stein am Rhein. Wir fahren unter der Brücke durch, vorbei am Schiffsanleger bis unmittelbar nach der Hafenanlage und können dort am rechten Ufer anlegen, falls wir Stein am Rhein sofort einen Besuch abstatten wollen.

Wer zuerst sein Zelt für die heutige Übernachtung aufschlagen und zu Fuß nach Stein am Rhein wandern möchte, paddelt zunächst noch etwas am rechten Flußufer weiter, bis er am linken Ufer am Ortsende von Wagenhausen den schönen Campingplatz auftauchen sieht, und wechselt dann ans linke Ufer. Alternative Übernachtungsmöglichkeit in Stein am Rhein ist auch am rechten Ufer die Jugendherberge (--> unweit der Kanustation von La Canoa am Strandbad Niderfeld, an der ein gemietetes Boot abgegeben werden kann, falls der letzte Teil der Tour nicht auf dem Programm steht).

Am dritten Tourtag durchfließt der Rhein ein beeindruckendes, von Wäldern und Auen umgebenes Tal bis zu Europas größtem Wasserfall, dem Rheinfall bei Neuhausen. Sehenswerte Orte, kulturelle Schätze, zahlreiche Gaststätten direkt am Wasser, gute Bademöglichkeiten und eine herrliche Landschaft sowie eine Flußströmung, die das Kanu fast allein zum Ziel trägt, begleiten uns unterwegs. Eine Tour für erfahrenere Kanuten, da zahlreiche Fahrwasserzeichen in der Strömung bei Kollisionen zu Kenterungen und gefährlichen Verklemmungen führen können. Brückenpfeiler und Kursschiffe, die bei Wendemanövern die gesamte Flußbreite benötigen, stellen zusätzliche Gefahren dar.

Vom Campingplatz Wagenhausen aus bleiben wir zunächst auf der linken Flußseite, bis wir die Brücken bei Hemishofen sehen und passieren diese ganz links. Wenn wir in der Jugendherberge übernachtet haben, bleiben wir am rechten Flussufer, bis wir rechtzeitig vor den Brücken zum linken Ufer wechseln.

Hier folgt ein Tipp!

Diese textunterbrechenden Boxen sind für besondere Empfehlungen und Hinweise sowie für ausgesuchte, auf den Inhalt abgestimmte Anzeigen reserviert!

Der weitere Verlauf der Tour ist in meiner Kanutour von Stein am Rhein nach Schaffhausen ausführlich beschrieben! Diese Etappe wird auch als geführte Tagestour von La Canoa Konstanz angeboten.

Von Schaffhausen kommen wir mit der Bahn gut zum Ausgangspunkt Hegne zurück. Eine Rückreise-Alternative ist das Schiff bis Hafen Konstanz und von dort mit dem Zug nach Hegne zum Ausgangspunkt.