Tour-Info
Route: 
Meersburg, Riedetsweiler, Baitenhausen, Ahausen, Bermatingen, Markdorf, Stüblehof, Bürgberg, Breitenried, Immenstaad, Schloss Kirchberg, Hagnau, Haltnau, Meersburg
Tourlänge: 
27 km
Ausgangspunkt: 
Parkplatz beim Fährehafen; großer Parkplatz vor der Oberstadt (beschildert)
Tourcharakteristik: 
Die Tour verbindet Höhepunkte am See wie das malerische Meersburg mit den sehenswerten Orten im Linzgau und führt lange fast direkt am See entlang zurück nach Meersburg. Höhenunterschied ca. 120 m (anfangs 1,5 km steiler Anstieg bis Riedetsweiler, dann wenig anstrengende Tour).
Tourklassifizierung
Schwierigkeit: 
3
Kindertauglichkeit: 
2
Attraktionen: 
5
Landschaft: 
5

Meersburg (5400 Einw.) erscheint wie ein lebendiges, von modernen Menschen bewohntes Museum. Seit in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts der Fremdenverkehr einsetzte, wurden keine Mittel gescheut, das mittelalterliche Gepräge dieser Stadt, die sich malerisch vom See den steilen Hang hinaufzieht, zu erhalten. Enge, winkelige Gässchen mit schön renovierten Fachwerkhäusern begeistern den Besucher auf Schritt und Tritt. Am bekanntesten ist wohl die alte „Meersburg“ selbst, deren Anfänge bis in die Merowingerzeit zurückreichen, die älteste bewohnte Burg Deutschlands. Im 19. Jahrhundert rettete Freiherr von Laßberg die allmählich verfallende Burg vor dem Abbruch. Seine Schwägerin Annette von Droste-Hülshoff, Deutschlands berühmteste Dichterin, verbrachte hier ihre letzten Lebensjahre. Beim Besuch der Meersburg kommt man auch in das Arbeitszimmer der Dichterin und in ihr Sterbezimmer. Der Rundgang durch die Burg – das neun Meter tiefe Burgverlies im Hungerturm, der 27 Meter tiefe Burgbrunnen, der unterirdische Gang, der zum Ufer führte und bei einer Belagerung die Lebensmittelversorgung sicherte, die bis zu zweieinhalb Meter dicken Mauern, die alten Waffen und Rüstungen und immer wieder der Blick auf den See tief unten, auch vom gemütlichen Burgcafé aus – bleibt unvergesslich.

Die sagenumwobene Meersburg - eine der Hauptsehenswürdigkeiten am Bodensee!

Ganzjährig geöffnetes Burgmuseum mit Burg-Café, Rittershop, Themenführungen, alter Musik aus Mittelalter und Renaissance mit den »Carlina-Leut« und weiteren spannenden Events...

In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das barocke, von den besten Baumeistern der Zeit gebaute Neue Schloss. Als im 18. Jahrhundert ringsum mit dem Bau neuer, prächtiger Schlösser gewetteifert wurde, wollten auch die Konstanzer Fürstbischöfe, die seit der Reformation im Alten Schloss, d. h. der Meersburg, residierten, nicht zurückstehen.

Aus derselben Zeit wie das Barockschloss stammen die Gebäude, in denen heute das Staatsweingut und das Droste-Hülshoff-Gymnasium untergebracht sind. Im ehemaligen Priesterseminar befindet sich die sehenswerte Borromäus-Kapelle. Doch was ist nicht sehenswert in Meersburg?

Beim Alten Schloss gibt es ein Zeppelin-Museum, am Schlossplatz selbst finden wir das Rote Haus und unweit davon, im ehemaligen Dominikanerinnenkloster, die Bibelgalerie. Im Sterbehaus von Dr. Franz Anton Mesmer, dem Entdecker des animalischen Magnetismus‘, ist ein Weinbaumuseum eingerichtet, dort liegt neben dem wuchtigen Torkel von 1607 Deutschlands zweitgrößtes Fass, das „Türkenfass“ (über 50.000 Liter). Inmitten eines kleinen Weinbergs, schräg gegenüber dem Obertor, liegt das „Fürstenhäusle“, das sich Annette von Droste-Hülshoff 1843 von ihrem ersten Honorar erstand. In dem reizend eingerichteten ehemaligen Garten- und Rebhäuschen wird man bei der Führung auf Leben und Werk der Dichterin eingestimmt. Ein besonderes Erlebnis bieten die Konzerte im Spiegelsaal des Barockschlosses und die alte Musik auf Originalinstrumenten im Rittersaal des Alten Schlosses.

Neben einem hochkarätigen Kunst- und Kulturprogramm bietet Meersburg seinen Besuchern auch vielfältige Freizeiteinrichtungen. Einen Glanzpunkt setzt die 2003 eröffnete „Meersburg Therme“ neben dem zur modernen Badelandschaft umgebauten Freibad – eine großzügige und attraktive Wellness-Oase für die ganze Familie, direkt am See gelegen.

Hier folgt ein Tipp!

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Wir verlassen die mittelalterliche Stadt Meersburg durch das Obertor oberhalb des Marktplatzes, überqueren die ehemalige Bundesstraße und fahren (oder schieben), stetig steigend, auf der Mesmerstraße stadtauswärts in Richtung Riedetsweiler – Bermatingen. Zur Rechten liegt der Friedhof mit den Gräbern des Freiherrn von Laßberg, der Annette von Droste-Hülshoff und des Franz Anton Mesmer. Sehenswert ist auch die spätmittelalterliche Friedhofskapelle. Wir fahren unter der Umgehungsstraße hindurch und kommen im nunmehr sanfteren Gelände an dem kleinen Riedetsweiler vorbei. Wir folgen der Baitenhauser Straße erst im leichten Bogen nach links und fahren dann nach rechts, am Hofgut Dittenhausen vorbei auf das Dörfchen Baitenhausen (493 m) zu, das bald unter uns liegt.

Auf einem kleinen Bergvorsprung steht hoch über dem Salemer Tal die barocke Baitenhausener Wallfahrtskapelle „Maria zum Berge Karmel“, ein beliebtes Ausflugsziel. Fürstbischof Franz Conrad von Rodt hat sie zu der Zeit, als das Meersburger Neue Schloss vollendet wurde (ab 1760), im Stil des späten Rokoko ausstatten lassen. Neben der reichen Innenausstattung (reizende Putti von Johann Michael Hegenauer) verdienen die duftigen Deckenfresken unsere Aufmerksamkeit, u. a. zwei berühmte Darstellungen der Bodenseelandschaft von Johann Wolfgang Baumgartner. Ehe wir weiterfahren, gehen wir um das kleine Kirchlein herum und genießen den Blick über das Salemer Tal bis zu den Linzgauhöhen mit dem weithin sichtbaren Schloss Heiligenberg.

Nach dem langen Aufstieg von Meersburg her geht’s nun rasch hinunter nach Baitenhausen. Dort folgen wir dem Wegweiser nach Ahausen – Bermatingen. In Ahausen fahren wir beim Kreisverkehr geradeaus weiter ins malerische Winzerdorf Bermatingen, das unter Weinkennern einen guten Namen hat. An gepflegten Weinbergen bekannter Lagen (Markgräflich-Badische Weine) kommen wir auf unserer Tour ja immer wieder vorbei. Wir fahren rechts ins den Ort hinein, wo uns ein wunderschöner Ortskern erwartet!

Bermatingen (3700 Einw.) bringt mit seinem gepflegten Ensemble ums Rathaus die Liebhaber von Fachwerkhäusern zum Schwärmen. Auch sonst sind eine ganze Reihe vorzüglich renovierter alter Fachwerkbauten zu entdecken. Große stattliche Häuser sind darunter, die von gediegenem Wohlstand in früherer Zeit berichten.

Wir radeln durch Bermatingen in Richtung Markdorf. Weinberge begleiten uns, dann wieder Obstplantagen. Das freundliche Linzgaustädtchen Markdorf (12 700 Einw., 453 m), das sich an den Südhang des Gehrenbergs (754 m) schmiegt, liegt vor uns. Wir fahren auf die Ortsmitte zu bis zum Untertor.

Durch sachgerechte Renovierung, vorsichtige Einbindung von Neubauten im Ortskern (Ochsenplatz) und Fußgängerzonen hat man die Attraktivität des schon 1250 mit den Stadtrechten versehenen Ortes sehr gesteigert. Von 1414-1803 war Markdorf die Sommerresidenz der Konstanzer Bischöfe, die 1496-1529 ein turmartiges Schloss mit steilen Staffelgiebeln erbauten (heute Hotel mit Vinothek). Daneben gibt es noch Reste der Stadtbefestigung, den Hexenturm mit einem kleinen Heimatmuseum.

Campingplatz, Wellness-Hotel und Ferienwohnungen auf dem Wirthshof in Markdorf

Höchster Komfort in unvergleichlicher Vielfalt: 5-Sterne Campingplatz, 4-Sterne Wellness-Hotel und zahlreiche weitere Unterkünfte wie die Blockhütten, Bungalow-Zelte oder Wohnwagen...

Rund um Markdorf wurde ein umfangreiches Radwegenetz angelegt, die Wege sind gut ausgeschildert. Für sportliche Radfahrer oder Wanderer ist ein Abstecher auf den Gehrenberg lohnend, von dessen Aussichtsturm (704 m) man eine herrliche Rundsicht genießt. Liebhaber der Kleinkunst finden an der Straße zum Gehrenberg das „Wirtshaus am Gehrenberg“, in dem ein vielfältiges Kleinkunstprogramm von hoher Qualität geboten wird.

Wir verlassen die Stadt Markdorf beim Untertor, fahren am Gasthaus Ochsen vorbei am Stadtgraben hinunter und überqueren bei der Ampelkreuzung die viel befahrene B 33 von Ravensburg nach Meersburg. Zunächst folgen wir der Gutenbergstraße und fahren immer geradeaus stadtauswärts, über die Bahnlinie hinweg, dann durch schöne freie Landschaft geradewegs zum Stüblehof und von dort – erst links, dann rechts haltend – weiter nach Bürgberg. Radwegzeichen des ­Donau-Bodensee-Radwegs (DoB) weisen uns den Weg von Markdorf bis Immenstaad.

Am Ortsende von Bürgberg wenden wir uns links in Richtung Immenstaad und biegen bei der nächsten Gabelung rechts ins Breitenried (Richtung Hagnau). Etwa 400 m weiter fahren wir links in den geteerten Landwirtschaftsweg, der in den Wald führt. Nach einem kurzen Stück durch den Wald radeln wir – mit Blick zum Bodensee – nach rechts weiter, immer dem Wald entlang, dann an einem Sportzentrum mit Tennisplätzen vorbei. Gegenüber liegt ein Hochseilgarten. Wir fahren über die B 31 hinweg – die Bodenseestraße, eine der meistbefahrenen zweispurigen Bundesstraßen in Deutschland – und sind gleich in Immenstaad (5900 Einw.), das sich vom kleinen Fischerdorf zur modernen Wohn- und Feriensiedlung entwickelt hat.

Die „Skyline“ Immenstaads – von hier und vom See aus – ist sicher nicht jedermanns Geschmack, doch erwartet uns hier ein gepflegtes Ortsinneres mit reger Geschäftigkeit. Am östlichen Ortsrand liegt kurz vor dem ausgedehnten Werksgelände der Firma EADS (ehemals Dornier) hinter hohen Bäumen versteckt Schloss Helmsdorf, heute ein Freizeitzentrum mit großem Campingplatz. Aus diesem Schloss stammt der bekannte Minnesänger Konrad von Helmsdorf, dessen Geschlecht bis in die Zeit der Karolinger zurückreicht.

Wir radeln durch das Ortszentrum Immenstaads und treffen am Ortsausgang in Richtung Meersburg auf den Flurweg neben der Bundesstraße. Bis Meersburg fahren wir nun auf dem Bodenseeradwanderweg. An dem von der anderen Seite der B 31 herübergrüßenden Schloss Hersberg vorbei geht es weiter zum Schloss Kirchberg.

Als reizvolle Alternative bietet sich der Abstecher von Immenstaad ins nahe Kippenhausen mit seinem Museum „Zum Puppenhaus“ an. Von dort aus können wir zum Schloss Kirchberg oder direkt durchs Hinterland bis Hagnau weiterfahren.

Von Schloss Kirchberg führt eine schmale Teerstraße zwischen der B 31 und dem großen Campingplatz zum Strandbad und von dort weiter westwärts ins alte Fischer- und Winzerdorf Hagnau, wo wir zur Schiffsanlegestelle hinunterfahren.

Hier in Hagnau (1400 Einw.) gründete der bekannte Pfarrer und Volksschriftsteller Dr. Heinrich Hansjakob die älteste Winzergenossenschaft Deutschlands. Die spätgotische Pfarrkirche enthält Schnitzfiguren aus dem 15. Jahrhundert. In der Neugartenstraße 20 gibt es ein kleines Puppen- und Spielzeugmuseum.

Hotel von Sanden: Zeitgemässer Komfort und familiäre Gastlichkeit in Hagnau

Modernes, stilvoll eingerichtetes Hotel mit Frühstücksrestaurant, in Seenähe (wenige Gehminuten ins Dorfzentrum und zum Hafen) ruhig gelegen, mit eigenen Parkplätzen, Garten und Terrasse...

Auf dem Uferweg – links die Weite des Sees (Bademöglichkeit), rechts die Weinberge – radeln wir ohne Anstrengung an der Haltnau vorbei nach Meersburg zurück, wo wir gleich am Ortsanfang auf die neue Therme stoßen.