Tour-Info
Route: 
Eriskirch, Friedrichshafen, Oberbaumgarten, Kau, Tettnang, Siggenweiler, Brünnensweiler, Baumgarten, Waldhub, Zimmerberg, Neuhäusle, Iglerberg, Laimnau, Apflau, Gießenbrücke, Langenargen, Schwedi, Eriskirch
Tourlänge: 
ca. 42 km - 3 1/2 Stunden
Ausgangspunkt: 
Naturschutzzentrum (Bahnhof) in Eriskirch
Tourcharakteristik: 
Der Radrundweg verbindet eines der schönsten Naturschutzgebiete am See mit dem reizvollen Hinterland. Doch wer prachtvolle Panoramablicke genießen will, muss dafür auch feste strampeln (200 m Steigungen).
Tourklassifizierung
Schwierigkeit: 
4
Kindertauglichkeit: 
2
Attraktionen: 
2
Landschaft: 
5

Auch wenn sie noch jung an Jahren - die »Tettnanger Hopfenschlaufe« ist längst ein Klassiker geworden und Kultcharakter besitzt sie außerdem. Sie wird angepriesen als »Rad-Rundweg für die ganze Familie«, wobei oft schamhaft verschwiegen wird, dass hier über 200 Meter an Steigungen zu überwinden sind. Die mit einer grünen Schleife um ein Fahrrad markierte »Hopfenschlaufe« fehlt in keinem neuen Radführer, sie beginnt in Eriskirch oder in Friedrichshafen und aus gutem Grund – trotz ihres Namens – nicht in Tettnang.

Beginnen wir also, um es geruhsam angehen zu lassen und nicht gleich aus der Puste zu kommen, wie vorgeschlagen in Eriskirch am Naturschutzzentrum im Bahnhof, vielleicht erst nach einem Besuch im Zentrum.

Gemütlich geht es auf ebenem Radweg gegen Westen. Besonders an schönen Tagen muss man auf dem Bodenseeradweg nicht über Einsamkeit klagen, hier fühlt man sich eher wie auf einer belebten Autobahn für Radler. Gleichmäßig rollt man neben dem Bahndamm, links das Ufer vor Augen, auf die Zeppelinstadt Friedrichshafen zu.

Hier folgt ein Tipp!

Diese textunterbrechenden Boxen sind für besondere Empfehlungen und Hinweise sowie für ausgesuchte, auf den Inhalt abgestimmte Anzeigen reserviert!

Alternativ könnte man auch bald nach dem Naturschutzzentrum die Bahnlinie überqueren, zum See runterfahren und auf den Rundwanderweg für Fußgänger stoßen, der für Radler nicht gesperrt ist, bis auf das letzte und schönste Stück direkt vor Friedrichshafen, das man dann aber umfahren kann.

Der Bodensee-Radwanderweg läuft beim Erreichen der Seewiesenstraße unter der Lindauer Straße hindurch, dann ein kurzes Stück parallel zu ihr stadteinwärts und nach einer Linkskurve zur Lindauer Straße weiter zur Jugendherberge. An ihr vorbei führt der Weg nun rechts der Rotach entlang. An der ersten Straße rechts geht es zur Steinbeis-Straße und unter der Bahn hindurch. Dahinter fährt man rechts zwischen Umgehungsstraße und Gewerbegebiet bis zur Unterführung am Klärwerk, die links in den Seewald führt. Hier trifft man auf den HW 4 und fährt auf guten schattigen Forstwegen durch den Wald. Am Waldrand macht der Weg seinem Namen alle Ehre: Er verläuft direkt durch das Hopfenanbaugebiet. Bei Oberbaumgarten wird auf einer alten gedeckten Holzbrücke von 1824 die Schussen überquert, die mehr und mehr für Kanufahrten entdeckt wird. Dem HW 4 folgend, der leichter zu finden ist als die Hopfenschlaufe, geht es über Pfingstweid und dann dreißig Meter steigend hinauf nach Tettnang, das prächtige dominante Barockschloss stets vor Augen.

Am Ortseingang soll nun eigentlich am Kreisel nach rechts und über die Martin-Luther-Straße zur Stadtmitte gefahren werden. Wir schlagen stattdessen vor, den Kreisel fast zu umrunden und zum Neuen Schloss zu fahren. Nach dem Rathaus, dem Vorgängerschloss der Montfortgrafen, muss man dann leider, wenn man nicht durch die Montfort-Straße schieben will, parallel dazu die Schulstraße hochfahren, die direkt zum Torschloss führt. Weil hier die Einbahnstraße in der Gegenrichtung läuft, muss durch den Torbogen geschoben werden. Und schon steht man vor dem Brauereigasthof Krone, wo der Hopfenpfad beginnt. Nur wenige hundert Meter darf der Radler sich in Storchen- und Bahnhofstraße über eine fast eben verlaufende Strecke freuen, dann biegt er rechts in den Meistersteig, wo die Steigung recht schnell spürbar wird. Etwa 100 Höhenmeter sind auf den nächsten vier Kilometern zu bezwingen, 20 werden wieder verschenkt. Erst weit oben rollt der Radler wieder gemächlich dahin zum Hopfenmuseum in Siggenweiler, wo eine Stärkung redlich verdient ist.

Von hier aus fährt man rechts auf der schmalen Teerstraße, die von Siggenweiler heraufführt, nach Baumgarten - bei guter Sicht lohnt in Brünnensweiler der Abstecher zu Fuß auf die Brünnensweiler Höhe, einen herrlichen Aussichtspunkt. Nach einigen Metern Steigung kann man es nun laufen lassen, aber mit Vorsicht, auf der schmalen Straße ist genügend motorisierter Verkehr unterwegs. Bei Baumgarten wird die stark frequentierte L 333 von Tettnang nach Wangen überquert. Bald kommt man nach Waldhub, wo linkerhand Franz Vesers Naturkundemuseum mit Kinderzoo zu einer Pause einlädt. Der Weg führt dann auf schmaler Straße nach Zimmerberg weiter und steigt hinauf nach Neuhäusle.

Ab dem Waldparkplatz geht es ungeteert links weiter nach Iglerberg (kurze Steigung). Der geteerte Ortsverbindungsweg führt zuletzt steil ins Argental hinab nach Laimnau. Ein anfangs geteerter Rad-/Fußweg führt zur Gießenbrücke (Einkehrmöglichkeit).

Auf beiden Seiten der Argen läuft ein Wanderweg, den auch Fußgänger benützen. Es empfiehlt sich, auf der linken Argenseite bis zur Kabelhängebrücke an der Argen entlangzuradeln. Besonders an heißen Tagen freut man sich über die Schatten spendenden Bäume. Nach dem Überqueren der Kabelhängebrücke wechselt man nach wenigen Metern auf die linke Straßenseite und fährt den Bleichweg hinunter. Im Schritttempo radelt man durch das im Zentrum gepflasterte Langenargen mit Barockkirche, Museum, Montfortschloss und schönem Ensemble.

Hotel „Seeperle“ - Traumlage in Langenargen mit Bergpanorama und Seeufer

Familiengeführtes Hotel mit mediterran eingerichteten Zimmern und Suiten, hauseigener Patisserie, Restaurant und Café mit Terrasse und traumhaft schönem Garten...

Weiter geht es am See entlang in Richtung Schwedi. Kurz vor dem Gasthof biegt der Radweg erst rechts, dann links ab und führt zur Schussen, die auf einer Brücke nach links überquert wird. Der Weg geht durch das Naturschutzgebiet, wird wieder gemeinsam mit den Fußgängern benutzt und mündet in den Teerweg, der links vom Strandbad heraufführt. Wir fahren rechts bis zur Bahnschranke und dahinter sofort links und sind in wenigen Metern wieder beim Naturschutzzentrum in Eriskirch.