Tour-Info
Route: 
Raderach, Unterteuringen, Oberleimbach, Raderach
Tourlänge: 
ca. 8 km - zwei Stunden
Ausgangspunkt: 
Wanderparkplatz »Heidengestied« am Ringwall nördlich von Raderach. Von der Straße Friedrichshafen - Markdorf über beide Raderacher Zufahrten (Fichtenburgstraße) zu erreichen.
Tourcharakteristik: 
Leichte, fast ebene Wanderung auf geteerten und naturbelassenen Feldwegen durch Kulturlandschaft und Landschaftsschutzgebiet rund ums naturgeschützte Hepbacher-Leimbacher Ried vor dem Gehrenberg. Markierung: Hepbacher-Leimbacher Ried. Einkehrmöglichkeit in Raderach.
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Tourklassifizierung
Schwierigkeit: 
1
Kindertauglichkeit: 
5
Attraktionen: 
2
Landschaft: 
5

Als Ausgangspunkt dieser Wanderung durchs Bodenseehinterland und ruhige Riedflächen bietet sich der kleine Wanderparkplatz am Ringwall nördlich von Raderach an. Ein Übersichtsplan zeigt uns mögliche Wege, die von hier ausgehen, angefangen beim typischen Drumlin nebenan, auf dem Überreste einer Wehranlage von einer längst verfallenen Burg erzählen.

Unser Wanderweg führt uns entlang dem bewaldeten Drumlin, der uns zur Linken begleitet, nach Norden in Richtung Oberteuringen, dessen hohe farbige Kirchturmspitze bald aus der Ferne herübergrüßt. Hinter dem Wald liegt links das ausgedehnte, von der jungen Brunnisach durchflossene Ried, ein Naturschutzgebiet, das wir umrunden werden. Dahinter erhebt sich der breite Gehrenberg dreihundert Meter über der Ebene. Bei einer Baumgruppe treffen wir unten auf einen Schotterweg, dem wir rechts in Richtung Unterteuringen folgen. Um Flora und Fauna zu schonen, ist es verboten, den Weg, der links ins Naturschutzgebiet hineinführt, zu begehen. An einer Holzhütte biegt unser Weg kurz vor Unterteuringen scharf nach links ab und führt an einem Modellflugplatz vorbei. Eine Weile gehen wir hier auf dem Jubiläumsweg des Bodenseekreises und zugleich auf einem Jakobsweg. An einem Hof vorbei gehen wir bergauf zu einem Wegkreuz und blicken hinüber nach Hepbach am Gehrenberg.

Unser Weg zweigt nun links ab und führt an der Kante des Rieds entlang in Richtung Leimbach. Zur Linken bieten sich prächtige Ausblicke über die ruhige Riedniederung mit der teilrenaturierten Brunnisach und die Raderacher Drumlinlandschaft, im Süden leuchten die Alpen auf. Bei einer Abzweigung halten wir uns links. Bei den „Hutwiesen" informiert eine schilfgedeckte Beobachtungshütte unterhalb des Weges über das Ried und seine Bewohner. Das sind nicht nur die seit 2001 hier weidenden robusten Heckrinder, eine dem Auerochsen ähnliche Rückzüchtung, die als „Landschaftspfleger" dienen soll, sondern auch seltene Vögel wie Kranich, Sumpfohreule oder Kornweihe, die das Ried als Rast- und Futterplatz nutzen. Bis zu zehn Meter dick ist die Torfschicht, die sich in den Jahrtausenden seit der letzten Eiszeit hier aufgebaut hat.

Von der Schranke aus, die wieder den Weg ins Naturschutzgebiet verwehrt, können wir die frei lebenden Weißstörche beobachten, denen in luftiger Höhe sieben Kunsthorste gebaut wurden.

Der Weg führt nun rechts hoch, an Obstkulturen entlang und auf einem Feldweg links nach Oberleimbach, wo wir durch einen großen Bauernhof gehen und gleich darauf links abbiegen, hinauf in einen luftigen Laubwald. Der Weg führt sanft bergab zum Naturschutzgebiet und einem Wanderparkplatz nahe der stark belebten Straße von Friedrichshafen nach Markdorf. Ein Rad- und Fußweg führt einen halben Kilometer neben der Straße aufwärts, dann durch den Wald und auf einer schmalen Zufahrtsstraße nach Raderach ein Stück um den Drumlin Heidengestied herum zu unserem Parkplatz zurück. Vor uns liegt malerisch auf einem Hügel der kleine Ort Raderach. Wer noch einkehren möchte, findet dort oben die „Krone", ein Restaurant-Gasthof mit herrlichem Biergarten und schöner Aussicht.