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Bodensee und Oberschwaben

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Nicht nur in Ferienzeiten ist man dankbar für lebendig geschriebene und zum Besuch anregende Führer. Wenn viele Fakten leicht lesbar verpackt sind, dann stimmt schon fast alles. So beim Führer „Bodensee und Oberschwaben. Die 16 wichtigsten Ausflugsziele" aus dem DRW-Verlag.

Zisterzienser wussten sich zu helfen. Da die Ordensregel dem zur Sparsamkeit angehaltenen Reformorden Kirchtürme untersagte, setzten sie in Birnau über das Priorat einen Turm, der von weither zu sehen ist und sich harmonisch in das gelungene Ensemble einfügt. Raimund Kolb schildert die Entstehung der bekannten Wallfahrtskirche und öffnet uns beim Gang durch den herrlichen spätbarocken Innenraum den Blick für die einmalige Pracht. Nebenbei hören wir, dass der Maler Gottfried Bernhard Göz dem guten Wein so zugesprochen hat, dass er vom Gerüst fiel, aber noch einmal glimpflich davonkam und auch den Abt Anselm II. mild zu stimmen wusste. Ganz im Trend wird anschließend ein Spaziergang auf dem Prälatenweg nach Salem empfohlen.

Immer mehr gefragt ist die Verbindung von Kultur und Natur. In Friedrichshafen wird nach der Beschreibung des Zeppelin-Museums ein Stadtspaziergang und eine Wanderung zum Eriskircher Ried angeboten, von Lindau aus eine Radwanderung nach Langenargen. Gut ausgewählte Bilder und Hinweise für weitere Informationen schließen das Kapitel ab.

Ähnlich sind auch die übrigen 15 Kapitel zu insgesamt 16 ausgewählten Ausflugszielen aus der Region Bodensee-Oberschwaben aufgebaut. Das Ulmer Münster, die Klöster Wiblingen und Beuron sind hier ebenso zu finden wie das Schloss Sigmaringen. Österreich ist durch das Kunsthaus Bregenz vertreten. Ein Ort wie Wangen fiel durch das Raster, schade darum. Noch schwerer wiegt, dass die Schweiz völlig fehlt. St. Gallen liegt nicht einmal so weit wie Ravensburg vom See entfernt und zählt zu den absoluten Highlights der Region. (hv)

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